Irgendwann kommt in jedem Projekt der Moment, in dem eine einzelne Claude-Code-Session nicht mehr reicht: Ein Review, das Sicherheit, Performance und Testabdeckung gleichzeitig betrachten müsste. Eine Fehlersuche, bei der drei Hypothesen im Raum stehen und man ungern eine nach der anderen abklopft. Genau hier setzen Claude Code Agent Teams an: mehrere Claude-Code-Instanzen, die parallel an derselben Aufgabe arbeiten, sich untereinander Nachrichten schicken und eine gemeinsame Aufgabenliste abarbeiten - ein Feature, das Anthropic ausdrücklich als experimentell führt.
Bemerkenswert ist es trotzdem, und die Dokumentation ergänzt eine ungewöhnlich ehrliche Liste bekannter Einschränkungen sowie ein Kostenprofil, das man kennen sollte, bevor man ein Team auf eine Aufgabe loslässt.
Dieser Artikel ordnet ein, was Agent Teams technisch sind, wo der Unterschied zu Subagents liegt, was IT-Verantwortliche zu Berechtigungen wissen sollten und wann sich der Aufwand lohnt. Er baut auf dem Überblick über die Claude-Code-Bausteine auf. Alle Angaben beziehen sich auf den Stand August 2026 und die Client-Version 2.1.237 - die Claude-Code-Dokumentation ist versionsbezogen und ändert sich wöchentlich.
Agent Teams und Subagents: der Unterschied in vier Punkten
Subagents kennen die meisten, die länger mit Claude Code arbeiten: Claude startet einen Helfer mit eigenem Kontextfenster, der eine abgegrenzte Aufgabe erledigt und sein Ergebnis zurückmeldet. Der Hauptagent behält dabei die Kontrolle über alles.
Agent Teams verschieben genau diesen Punkt. Anthropic beschreibt den Unterschied in vier Dimensionen: Beim Kontext hat ein Subagent ein eigenes Fenster, dessen Ergebnis an den Aufrufer zurückgeht - ein Teammate hat ein eigenes Fenster und ist vollständig unabhängig. Bei der Kommunikation meldet ein Subagent ausschließlich an den Hauptagenten zurück, während Teammates sich direkt gegenseitig anschreiben. Bei der Koordination steuert beim Subagent der Hauptagent alles, im Team koordinieren sich die Beteiligten über Nachrichten und eine geteilte Aufgabenliste selbst. Und bei den Kosten liegt der Subagent niedriger, weil sein Ergebnis zusammengefasst zurückgegeben wird, während jeder Teammate eine eigene Claude-Instanz ist.
Die Faustregel, die Anthropic dafür formuliert, ist brauchbar: Subagents, wenn Sie schnelle, fokussierte Arbeiter brauchen, bei denen nur das Ergebnis zählt. Agent Teams, wenn die Beteiligten Erkenntnisse teilen, sich gegenseitig widersprechen und eigenständig koordinieren sollen.
Ein zweiter Unterschied fällt im Alltag stärker auf, als die Tabelle vermuten lässt: Mit einem Team können Sie einen einzelnen Teammate direkt ansprechen, ohne den Umweg über den Lead. Sie navigieren im Agent-Panel unter der Eingabezeile mit den Pfeiltasten zu ihm, öffnen mit Enter sein Transcript und schreiben ihm. Das macht aus dem Team weniger eine Blackbox und mehr einen Raum, in dem Sie einzelne Beteiligte korrigieren können, während die anderen weiterarbeiten.
Agent Teams aktivieren - und die Nebenwirkung bei benannten Subagents
Agent Teams sind standardmäßig aus. Aktiviert werden sie über eine Umgebungsvariable, entweder in der Shell oder über den env-Block der settings.json:
{
"env": {
"CLAUDE_CODE_EXPERIMENTAL_AGENT_TEAMS": "1"
}
}
Ohne diese Variable wird beim Session-Start kein Team eingerichtet, es werden keine Team-Verzeichnisse geschrieben, und Claude spawnt oder schlägt auch keine Teammates vor. Zusätzlich braucht es eine interaktive Session: Im Headless-Modus mit -p und in Agent-SDK-Sessions entstehen keine Teammates.
Und dann kommt der Absatz, der in den meisten Tutorials fehlt. Das Aktivieren verändert auch die ganz normale Delegation. Claude vergibt manchmal von sich aus Namen für Subagents, um sie später anschreiben zu können - und solange Agent Teams aktiviert sind, startet ein benannter Subagent als Teammate. Teams entstehen also auch dann, wenn Sie nie eines angefordert haben.
Praktisch relevant wird das, weil sich das Reporting unterscheidet: Ein Subagent liefert sein Ergebnis zurück, sobald er fertig ist. Ein Teammate meldet über die Idle-Notification lediglich, dass er gestoppt hat - ohne seinen Output. Ergebnisse teilt er nur, indem er dem Lead eine Nachricht schickt oder die gemeinsame Aufgabenliste aktualisiert. Ein Orchestrierungsablauf, der auf Subagent-Ergebnisse wartet, kann dadurch hängen bleiben.
Abschalten lässt sich das, indem Sie die Variable in Ihren User-Settings auf "0" setzen; das überschreibt auch einen Shell-Export. Ein Neustart der Session ist nicht nötig - Claude Code übernimmt env-Werte aus Settings-Dateien beim Speichern und liest die Variable bei jedem Spawn neu. Wichtig für Unternehmensumgebungen: Project-Settings, Local-Settings, ein --settings-Payload und Managed Settings greifen nach den User-Settings und können den Wert wieder auf 1 setzen. Wenn Ihre Organisation Agent Teams zentral über Managed Settings aktivieren oder sperren will, führt der Weg über die Administration.
Wie ein Agent Team arbeitet: Lead, Teammates, Task list, Mailbox
Ein Agent Team besteht aus vier Komponenten. Der Team lead ist die Haupt-Session: Sie spawnt Teammates und koordiniert die Arbeit. Die Teammates sind eigenständige Claude-Code-Instanzen, die an zugewiesenen Aufgaben arbeiten. Die Task list ist eine geteilte Liste von Arbeitspaketen, die Teammates übernehmen und abschließen. Die Mailbox ist das Nachrichtensystem zwischen den Agenten.
Gestartet wird ein Team in natürlicher Sprache - Sie beschreiben die Aufgabe und die gewünschten Rollen. Ein Beispiel aus der Dokumentation, das gut funktioniert, weil die drei Rollen unabhängig voneinander explorieren können:
I'm designing a CLI tool that helps developers track TODO comments across
their codebase. Spawn three teammates to explore this from different angles:
one on UX, one on technical architecture, one playing devil's advocate.
Beim Spawn lädt jeder Teammate denselben Projektkontext wie eine reguläre Session: CLAUDE.md, MCP-Server und Skills, dazu den Spawn-Prompt des Leads. Die Konversationshistorie des Leads wird nicht übernommen. Das ist der häufigste Grund für enttäuschende Ergebnisse: Was der Lead in den letzten zwanzig Minuten mit Ihnen erarbeitet hat, weiß der neue Teammate schlicht nicht. Alles Aufgabenspezifische gehört deshalb in den Spawn-Prompt.
Die Aufgabenliste kennt drei Zustände - pending, in progress, completed - und erlaubt Abhängigkeiten: Eine pending Aufgabe mit unerfüllten Voraussetzungen kann nicht übernommen werden. Das Übernehmen einer Aufgabe läuft über File Locking, damit zwei Teammates nicht gleichzeitig dieselbe Aufgabe greifen. Der Lead kann explizit zuweisen, oder Teammates holen sich nach getaner Arbeit selbst die nächste freie, nicht blockierte Aufgabe. Abhängige Aufgaben werden automatisch entsperrt, sobald die Voraussetzung fertig ist. Agenten ohne die Task-Tools koordinieren sich stattdessen ausschließlich über Nachrichten.
Team-Konfiguration und Aufgabenliste liegen lokal unter ~/.claude/ - die Aufgabenliste überlebt das Session-Ende, damit fortgesetzte Sessions ihre Aufgaben behalten, und wird nie hochgeladen.
Zwei Dinge, die Zeit sparen: Die Team-Konfiguration nicht von Hand bearbeiten oder vorab anlegen - sie enthält Laufzeitzustand und wird beim nächsten State-Update überschrieben. Und eine Datei wie .claude/teams/teams.json im Projektverzeichnis ist keine Konfiguration; Claude behandelt sie als gewöhnliche Datei.
Für Aufgaben, bei denen Sie den Weg vorab sehen wollen, gibt es außerdem die Möglichkeit, für einen Teammate eine Planfreigabe zu verlangen: Er arbeitet dann im lesenden Plan Mode, schickt seinen Plan an den Lead und beginnt erst nach dessen Freigabe mit der Umsetzung; bei Ablehnung überarbeitet er ihn und legt erneut vor. Die Freigabeentscheidung trifft der Lead eigenständig - Kriterien dafür geben Sie ihm im Prompt mit.
Rollen aus Subagent-Definitionen wiederverwenden
Wer bereits Subagent-Definitionen gepflegt hat, muss sie für Teams nicht neu schreiben. Wie Sie solche Definitionen anlegen und pflegen, beschreibt der Grundlagenartikel. Beim Spawnen lässt sich ein Subagent-Typ aus jedem Scope referenzieren - Projekt, User, Plugin oder per CLI definiert. Eine einmal definierte Rolle wie ein Security-Reviewer oder ein Test-Runner ist damit sowohl als delegierter Subagent als auch als Teammate nutzbar.
Der Teammate respektiert dann die tools-Allowlist und das model der Definition. Der Body der Definition wird als zusätzliche Instruktion an den System-Prompt angehängt, ersetzt ihn also nicht. Claude Code ergänzt die Allowlist automatisch um SendMessage und, in Sessions mit den Task-Tools, um TaskCreate, TaskGet, TaskList und TaskUpdate.
Eine Einschränkung sollte man kennen, bevor man sich auf eine sorgfältig gebaute Definition verlässt: Die Frontmatter-Felder skills und mcpServers werden nicht angewandt, wenn eine Definition als Teammate läuft. Teammates laden Skills und MCP-Server aus den Projekt- und User-Settings - wie eine reguläre Session. Wer die Tool-Oberfläche eines Teammates bewusst klein halten wollte, erreicht das über die tools-Allowlist, nicht über diese beiden Felder.
Permissions: was Teammates dürfen - und was nicht
Für alle, die Claude Code nicht nur privat, sondern in einer Organisation verantworten, ist das der wichtigste Abschnitt.
Teammates starten mit den Permission-Settings des Leads. Läuft der Lead mit --dangerously-skip-permissions, gilt das für alle Teammates. Ein Team vervielfacht damit die Reichweite einer einzigen unvorsichtigen Entscheidung. Per-Teammate-Modes lassen sich beim Spawn nicht setzen, sondern erst nachträglich ändern. Permission-Prompts der Teammates erscheinen in der Lead-Session und müssen dort von Ihnen bestätigt werden - die Planfreigabe ist die vorgesehene Ausnahme, die der Lead ohne separate Rückfrage erteilt.
Das Sicherheitsmodell für Nachrichten zwischen Agenten ist sauber durchdacht. Schickt ein Agent einem anderen über SendMessage eine Nachricht, teilt Claude Code dem Empfänger mit, dass sie von einer anderen Claude-Session stammt - nicht von Ihnen. Ein Teammate kann keinen Permission-Prompt genehmigen und keine Zustimmung stellvertretend für Sie geben. Und ein Teammate, dem eine Aktion verweigert wurde, kann sie nicht über einen anderen Teammate durchreichen, um die Prüfung zu umgehen. Im Auto-Mode kommt eine zweite Ebene dazu: Der Classifier behandelt eine von einem anderen Agenten weitergereichte Freigabebehauptung als nicht vertrauenswürdige Eingabe und prüft jede Nachricht zwischen Agenten vor der Zustellung - eine blockierte Nachricht erreicht den Empfänger nie.
Das ist genau die Art von Grenzziehung, die man bei autonom agierenden Agenten sehen will, und sie passt zu den Überlegungen, die wir an anderer Stelle zu Zero Trust für KI-Agenten beschrieben haben (Zero Trust für KI-Agenten). Für den Alltag heißt es außerdem: Wenn die Rückfragen überhandnehmen, ist der richtige Hebel, häufige Operationen vorab in den Permission-Settings freizugeben - nicht, die Prüfung generell abzuschalten. Wer zusätzlich Datei- und Netzwerkzugriffe auf OS-Ebene begrenzen will, findet im Sandbox-Modus von Claude Code die passende zweite Schutzebene.
Was Agent Teams kosten: die 7x-Zahl richtig lesen
Anthropic ist bei den Kosten unmissverständlich: „Agent teams use significantly more tokens than a single session.” Der Verbrauch skaliert mit der Zahl der aktiven Teammates und damit, wie lange jeder läuft.
Die konkrete Zahl, die dazu kursiert, sollte man nicht ohne ihre Bedingung zitieren. Die Kosten-Dokumentation nennt etwa den siebenfachen Tokenverbrauch gegenüber einer Standard-Session - und zwar, wenn die Teammates im Plan Mode laufen (Stand: August 2026). Als allgemeiner Multiplikator für jede Team-Session taugt die Angabe nicht; als Warnung vor der Größenordnung sehr wohl.
Die Maßnahmen, die Anthropic zur Kostenkontrolle empfiehlt, sind unspektakulär und wirksam: Sonnet für Teammates verwenden, weil es Fähigkeit und Kosten für Koordinationsaufgaben gut ausbalanciert. Teams klein halten, da der Verbrauch ungefähr proportional zur Teamgröße wächst. Spawn-Prompts fokussiert halten - Teammates laden CLAUDE.md, MCP-Server und Skills ohnehin automatisch, alles Zusätzliche im Prompt belastet ihren Kontext von der ersten Sekunde an. Und: Teammates herunterfahren, wenn ihre Arbeit erledigt ist, denn jeder aktive Teammate verbraucht Tokens, bis er beendet wird oder die Session endet.
Wann sich ein Agent Team lohnt - und wann Subagents reichen
Anthropic nennt vier Fälle, in denen parallele Exploration echten Mehrwert bringt: Research und Review, wo mehrere Teammates verschiedene Aspekte gleichzeitig untersuchen und ihre Ergebnisse anschließend gegenseitig herausfordern. Neue Module oder Features, bei denen jeder Teammate ein eigenes Stück besitzt, ohne den anderen ins Gehege zu kommen. Debugging mit konkurrierenden Hypothesen, bei dem verschiedene Theorien parallel getestet werden. Und schichtübergreifende Koordination, etwa wenn Frontend, Backend und Tests gleichzeitig betroffen sind.
Genauso klar ist die Gegenliste: Für sequenzielle Aufgaben, für Änderungen an derselben Datei und für Arbeit mit vielen Abhängigkeiten sind eine einzelne Session oder Subagents effektiver. Zwei Teammates, die dieselbe Datei bearbeiten, überschreiben sich gegenseitig - die Arbeit muss so geschnitten sein, dass jeder Teammate einen eigenen Satz Dateien besitzt.
Zur Teamgröße gibt es keine harte Grenze, aber eine klare Empfehlung: mit drei bis fünf Teammates starten - „If you have 15 independent tasks, 3 teammates is a good starting point.” Mehr Teammates bedeuten mehr Koordinationsaufwand und Konfliktpotenzial, ohne dass die Arbeit proportional schneller wird; für den Zuschnitt der Aufgaben gilt als Richtwert, fünf bis sechs Aufgaben pro Teammate vorzusehen.
Der Einstiegstipp ist der beste Rat für alle, die das Feature zum ersten Mal ausprobieren: Fangen Sie mit Aufgaben an, bei denen kein Code geschrieben wird - ein PR-Review, die Recherche zu einer Bibliothek, die Untersuchung eines Bugs. Diese Aufgaben zeigen den Nutzen paralleler Exploration, ohne die Koordinationsprobleme paralleler Implementierung. Wann im Zweifel ein einzelner Subagent das passendere Werkzeug ist, ordnet der Grundlagenartikel zum Claude-Code-Harness ein.
Bekannte Einschränkungen von Agent Teams (Stand: August 2026)
Agent Teams sind experimentell, und die Dokumentation macht daraus kein Geheimnis. Die dokumentierten Einschränkungen sind für die Praxis relevant genug, um sie vollständig zu nennen:
- Keine Session-Wiederaufnahme mit in-process Teammates.
/resumeund/rewindstellen sie nicht wieder her; der Lead versucht danach unter Umständen, nicht mehr existierende Teammates anzuschreiben. Abhilfe: neue Teammates spawnen lassen. - Der Aufgabenstatus kann hinterherhinken. Teammates markieren Aufgaben manchmal nicht als abgeschlossen und blockieren damit abhängige Aufgaben.
- Das Herunterfahren kann dauern. Teammates beenden erst ihren laufenden Request oder Tool-Call.
- Ein Team pro Session. Es ist an die Session gebunden; keine zusätzlichen benannten Teams, kein Teilen über Sessions hinweg.
- Keine verschachtelten Teams. Teammates können keine eigenen Teammates spawnen - nur der Lead verwaltet das Team.
- Keine Background-Subagents aus in-process Teammates. Die Subagents eines Teammates laufen im Vordergrund, weil dessen Hintergrundarbeit den Prozess des Leads nicht überdauern kann.
- Der Lead ist fix. Kein Befördern eines Teammates zum Lead, keine Übergabe.
- Permissions werden beim Spawn festgelegt und sind erst danach je Teammate änderbar.
- Split Panes brauchen tmux oder iTerm2 (seit v2.1.179 ist
in-processder Standard, alle Teammates laufen im Haupt-Terminal). Der Standardmodus in-process funktioniert in jedem Terminal; Split-Pane-Modus wird im integrierten Terminal von VS Code, in Windows Terminal und in Ghostty nicht unterstützt.
Und wenn Agent Teams nach alldem zu viel für Ihren Anwendungsfall sind: Anthropic verweist selbst auf leichtgewichtigere Wege für Parallelarbeit - Subagents für Delegation ohne Koordinationsbedarf und Git Worktrees für mehrere Sessions, die Sie selbst steuern.
Häufige Fragen zu Agent Teams
Wie aktiviere ich Agent Teams in Claude Code?
Über die Umgebungsvariable CLAUDE_CODE_EXPERIMENTAL_AGENT_TEAMS=1, gesetzt in der Shell oder im env-Block der settings.json. Erforderlich ist außerdem eine interaktive Session - im Headless-Modus mit -p entstehen keine Teammates. Wichtig: Das Aktivieren verändert auch die normale Delegation, dazu mehr im Abschnitt oben.
Sind Agent Teams in Claude Code produktionsreif?
Anthropic bezeichnet sie in der Dokumentation als experimentell und standardmäßig deaktiviert; im Changelog wurden sie als Research Preview eingeführt. Für Experimente und abgegrenzte Aufgaben sind sie einsetzbar, für kritische Automatisierung ohne Aufsicht nicht.
Was ist der Unterschied zwischen Subagents und Agent Teams?
Ein Subagent meldet sein Ergebnis ausschließlich an den Hauptagenten zurück und kostet dadurch weniger Tokens. Teammates in einem Agent Team schreiben sich direkt gegenseitig und koordinieren sich über eine geteilte Aufgabenliste - dafür ist jeder Teammate eine eigene, teurere Claude-Instanz. Der Übergangspunkt liegt laut Anthropic dort, wo parallele Subagents an Kontextgrenzen stoßen oder sich gegenseitig informieren müssten.
Was kostet ein Agent Team im Vergleich zu einer normalen Session?
Deutlich mehr - der Verbrauch skaliert mit Zahl und Laufzeit der Teammates. Die einzige konkrete Zahl von Anthropic nennt rund den siebenfachen Tokenverbrauch, und zwar gebunden an den Fall, dass die Teammates im Plan Mode laufen (Stand: August 2026).
Kann ein Teammate eine Berechtigung freigeben, die ich verweigert habe?
Nein. Ein Teammate kann keinen Permission-Prompt genehmigen und keine Zustimmung stellvertretend geben, und eine verweigerte Aktion lässt sich nicht über einen anderen Teammate durchreichen. Im Auto-Mode werden weitergereichte Freigabebehauptungen zusätzlich als nicht vertrauenswürdige Eingabe behandelt.
Fazit
Agent Teams in Claude Code sind kein Selbstzweck und kein Beschleuniger für alles: Sie zahlen sich dort aus, wo mehrere Blickwinkel gleichzeitig gebraucht werden - Reviews, Recherche, konkurrierende Fehlerhypothesen - , und kosten dort unnötig Tokens, wo Arbeit ohnehin sequenziell abläuft. Wer sie ausprobieren möchte, startet am besten mit einer Aufgabe ohne Codeänderungen, mit drei Teammates und mit Sonnet, und weiß dabei, dass das Aktivieren auch die normale Delegation verändert. Für alle, die Claude Code in einer Organisation verantworten: Prüfen Sie vor einer breiten Freigabe, mit welchen Permission-Settings Ihre Leads arbeiten - ein Team vervielfacht die Reichweite jeder Entscheidung, die dort getroffen wird.
Quellen (Stand: August 2026, Abruf 20.08.2026, Referenzversion 2.1.237):
- https://code.claude.com/docs/en/agent-teams
- https://code.claude.com/docs/en/costs
- https://code.claude.com/docs/en/sub-agents
- https://code.claude.com/docs/en/features-overview
- https://code.claude.com/docs/en/settings
- https://code.claude.com/docs/en/hooks
- https://code.claude.com/docs/en/permissions
- https://raw.githubusercontent.com/anthropics/claude-code/main/CHANGELOG.md