Befähigung & Wissen · Security Awareness

Sicheres Verhalten entsteht nicht in der Jahresunterweisung.

Die Pflichtschulung ist abgehakt, und trotzdem klickt jemand auf den Link im vermeintlichen Rechnungsanhang oder überweist auf Zuruf der angeblichen Geschäftsführung. Angriffsmuster ändern sich schneller, als Schulungsinhalte nachgezogen werden. Wir bauen Security Awareness in der Tiefe, die zu Ihnen passt - von der modularen Grundlagenschulung bis zum Programm, das dauerhaft mitläuft.

Ausgangslage

Woran Awareness-Programme in der Praxis scheitern

Ein Standardkurs lief durch, die Teilnahme ist dokumentiert - verändertes Verhalten bleibt trotzdem aus. Die Gründe dafür wiederholen sich, unabhängig von Branche und Unternehmensgröße:

  • Geschult wurde, gelernt hat niemand: welche Freigabe für eine Zahlungsänderung nötig ist oder wie eine verdächtige Mail gemeldet wird, blieb offen - das Ergebnis ist ein Nachweis, kein verändertes Verhalten.
  • Die Inhalte sind älter als die Angriffe: ein Schulungsstand, der Deepfakes und KI-gestützte Anrufe nicht kennt, beschreibt eine Bedrohungslage von gestern.
  • Niemand weiß, wohin mit dem Verdacht: ohne sichtbare, niedrigschwellige Anlaufstelle bleibt der wichtigste Teil der Awareness ungenutzt.
  • Awareness hat niemand als Hauptaufgabe: IT-Sicherheit, interne Kommunikation und HR tragen Teile bei, aber keiner betreibt das Programm hauptamtlich.
  • Zahlen ohne Erklärung: eine Phishing-Simulation liefert Klickraten, aber keine Stelle, an der jemand nachlesen kann, woran der Versuch erkennbar gewesen wäre.
  • Ein Format für alle: Buchhaltung, Außendienst und Geschäftsführung sehen unterschiedliche Angriffe - im selben Zuschnitt geschult, ist es für die einen zu allgemein und für die anderen zu technisch.
Illustration zu Datenschutz und Sicherheitsbewusstsein

Leistungen

Was wir konkret liefern

Die Bausteine bauen aufeinander auf, lassen sich aber einzeln beauftragen. Viele Unternehmen starten mit einer Grundlagenschulung und entscheiden erst danach, ob daraus ein Programm wird.

Themenlandkarte & Kampagnenkonzept

Bevor produziert wird, klären wir, wer was verstehen und tun soll: Zielgruppen trennen, Bedrohungsmuster priorisieren, Formate und Takt festlegen, Freigabewege verbindlich machen. Ergebnis ist ein Redaktionsplan, an dem sich alle Beteiligten entlanghangeln können.

Zielgruppen · Priorisierung · Redaktionsplan

Inhalte und Formate produzieren

Wir schreiben und gestalten das Material selbst: Wissensartikel, Foliensätze für Veranstaltungen, Begleitformate wie Audio, Unterlagen in Ihrem Branding. Wo mehrere Sprachen nötig sind, entstehen die Versionen gemeinsam statt als nachgelagerter Übersetzungsauftrag.

Text · Folien · Begleitformate · Sprachversionen

Anlaufstellen und Meldewege

Awareness wirkt dort, wo jemand fragen kann, ohne sich zu exponieren. Wir konzipieren Multiplikatoren-Netzwerke in den Fachbereichen, niedrigschwellige Auskunftswege bis hin zu einem Chatbot für Sicherheitsfragen - ein solcher entsteht derzeit in einem unserer Awareness-Mandate - und Erhebungen zum Wissensstand.

Multiplikatoren · Meldewege · Erhebungen

Laufender Betrieb

Wenn Awareness dauerhaft laufen soll, übernehmen wir den Redaktionsbetrieb: neue Maschen zeitnah aufgreifen, Inhalte aktuell halten, Veranstaltungen mit Unterlagen versorgen, Ergebnisse in die Themenplanung zurückspielen. Mit einem benannten Ansprechpartner statt wechselnder Besetzung.

Redaktionsbetrieb · Reporting · fester Ansprechpartner

Welcher Zuschnitt zu welcher Ausgangslage passt

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Die Belegschaft soll die gängigen Angriffsmuster kennen und wissen, wie sie reagiert - mehr ist im Moment nicht gefragt. Dann ist ein laufendes Programm überdimensioniert und die modulare Schulung der ehrlichere Einstieg. Ob daraus später mehr wird, entscheiden Sie danach.

  • Typisch Ein konkreter Schulungsbedarf für ein Team oder das ganze Unternehmen, oft ausgelöst durch eine anstehende Prüfung oder eine neue Anforderung aus dem Konzern.
  • Format Online-Schulung oder Unterlagen zur eigenen Durchführung, auf Deutsch und Englisch, mit optionalem Wissenstest.
  • Ergebnis Durchgeführte Schulung, Modulunterlagen, die bei Ihnen bleiben, und eine Einschätzung, wo der größte Restbedarf liegt.

Welche Module brauchen Ihre Rollen wirklich?

Wir gehen Ihre Zielgruppen durch und schlagen einen Zuschnitt vor, statt den kompletten Katalog zu verkaufen.

Vorgehen

Wie wir vorgehen - egal, wie groß der erste Schritt ist.

Die Reihenfolge bleibt gleich, ob es um eine einzelne Schulung oder ein Programm über mehrere Zielgruppen geht. Was sich ändert, ist die Tiefe der einzelnen Schritte.

  1. Bedarf und Zielgruppen klären

    • Wer ist tatsächlich Ziel - Buchhaltung, Außendienst, Führungsebene, alle?
    • vorhandene Schulungen, Meldewege und Zuständigkeiten aufnehmen
    • Anforderungen aus Regelwerken und Kundenverträgen abgleichen
  2. Themen und Formate festlegen

    • Bedrohungsmuster priorisieren statt alles gleich zu behandeln
    • Module und Formate je Zielgruppe wählen
    • Takt, Verantwortlichkeiten und Freigabeschleifen verbindlich machen
  3. Produzieren und durchführen

    • Unterlagen und Inhalte in Ihrem Branding erstellen
    • Schulungen online oder vor Ort, mit Beispielen aus Ihrem Umfeld
    • Veranstaltungen mit modular zusammenstellbaren Unterlagen versorgen
  4. Wirkung prüfen und verankern

    • optionale Wissenstests und Erhebungen zum Wissensstand
    • Meldewege und Anlaufstellen sichtbar machen
    • Unterlagen und Absprachen dokumentiert an Ihr Team übergeben
  5. Im Betrieb bleiben (optional)

    • neue Betrugsmaschen zeitnah in bestehende Inhalte einarbeiten
    • Auffrischungsformate und Onboarding für neue Mitarbeitende
    • laufendes Reporting und Priorisierung mit Ihren Fachfunktionen

Was uns von einem Awareness-Tool unterscheidet

Wir schreiben die Inhalte selbst

Wir vermitteln keine Lizenz für eine Kursbibliothek, sondern produzieren Texte, Folien und Begleitformate für Ihre Zielgruppen. Wo eine Plattform für Simulationen oder Kursverwaltung bereits im Einsatz ist, bleibt sie - wir liefern das, was inhaltlich darauf einzahlt.

Vom Einzelmodul bis zum Dauerbetrieb

Dieselben Leute, die eine Grundlagenschulung halten, betreiben auch ein laufendes Programm. Sie müssen den Anbieter nicht wechseln, wenn aus einer Schulung mehr wird - und Sie müssen nicht groß anfangen, um später groß werden zu können.

Erfahrung aus einem laufenden Mandat

Wir betreiben Awareness nicht nur als Schulungsformat, sondern als fortlaufende Arbeit - aktuell in einem mehrsprachigen Mandat für eine internationale Großbank, extern für die Kundschaft und intern für die Belegschaft. Über Auftraggeber legen wir nur offen, was vorher abgestimmt ist.

Regulatorik als Rahmen

NIS2 verlangt von den betroffenen Einrichtungen Cyberhygiene und Schulungen im Bereich der Cybersicherheit, für Finanzunternehmen kommt DORA hinzu, daneben spielen DSGVO und ISO 27001 hinein. Wir richten Themen, Formate und Dokumentation an dem Rahmen aus, der für Ihre Organisation gilt - die regulatorische Bewertung selbst treffen Ihre Compliance- und Rechtsfunktionen.

Was vor dem Start meist noch offen ist

Was ist der Unterschied zwischen einer Awareness-Schulung und einer Awareness-Kampagne?

Die Schulung ist ein Termin mit Unterlagen: definierte Module, eine Zielgruppe, ein Ergebnis. Eine Kampagne verteilt das Thema über mehrere Kontaktpunkte und Wochen - Artikel, Veranstaltungen, Begleitformate, Erinnerungen im Alltag - und richtet sich meist an mehrere Zielgruppen gleichzeitig. Die Schulung vermittelt Wissen, die Kampagne hält es präsent. Für viele Unternehmen ist die Schulung der richtige erste Schritt und die Kampagne die Entscheidung danach.

Welche Module brauchen wir - und woher wissen wir das?

Aus der Zielgruppe und den Angriffen, die tatsächlich ankommen. Buchhaltung und Einkauf brauchen CEO Fraud und manipulierte Zahlungsdaten, der Vertrieb Social Engineering am Telefon, die Führungsebene ihre eigene Exponiertheit, alle zusammen Phishing und den Umgang mit Passwörtern. Deepfakes gehören inzwischen fast überall dazu. Im ersten Gespräch gehen wir Ihre Rollen durch und schlagen einen Zuschnitt vor, statt den kompletten Katalog zu verkaufen.

Wir haben schon eine Phishing-Simulation im Einsatz. Ergibt das zusätzlich Sinn?

Ja, weil beide unterschiedliche Aufgaben haben. Die Simulation misst Verhalten und erzeugt Aufmerksamkeit im Moment des Klicks. Was danach fehlt, ist die verständliche Erklärung, woran der Versuch erkennbar war und was stattdessen zu tun gewesen wäre. Genau diese Inhalte und Formate bringen wir ein. Ihre Simulationsplattform und deren Auswertung bleiben, wo sie sind.

Wie merken wir, ob die Awareness-Arbeit etwas gebracht hat?

Über drei Wege, die wir vorher vereinbaren: optionale Wissenstests direkt zur Schulung, Erhebungen zum Sicherheitswissen im Zeitverlauf und die Entwicklung der Meldungen aus der Belegschaft - mehr gemeldete Verdachtsfälle sind ein gutes Zeichen, kein schlechtes. Was daraus folgt, spielen wir in die Themenplanung zurück, statt es nur zu berichten.

Spielt bei Wissensstand-Erhebungen oder einem Chatbot die Mitbestimmung des Betriebsrats eine Rolle?

Möglicherweise. Erhebungen zum Sicherheitswissen im Zeitverlauf und ein geplanter Chatbot für Sicherheitsfragen sind technische Einrichtungen, die unter Umständen der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG unterliegen - dort geht es um die Kontrolle von Verhalten oder Leistung durch technische Einrichtungen. Wir konzipieren solche Formate so, dass diese Frage früh mit Ihnen geklärt wird. Die mitbestimmungsrechtliche Bewertung selbst treffen Ihre Rechts- und Personalfunktionen gemeinsam mit dem Betriebsrat.

Wie viel Aufwand entsteht bei uns intern?

Am meisten am Anfang: Wir brauchen eine benannte Ansprechperson, Zugang zu den Fachleuten für Rückfragen und geklärte Freigabewege zwischen IT-Sicherheit, Kommunikation und Geschäftsführung. Ist das geklärt, liegt die Produktion bei uns. Wir schneiden den Umfang auf die Kapazität zu, die bei Ihnen wirklich vorhanden ist - ein Programm, das eine Vollzeitstelle auf Ihrer Seite voraussetzt, hilft niemandem.

Können Sie Inhalte auch für mehrere Standorte und Sprachen liefern?

Ja. Die Grundlagenschulungen gibt es auf Deutsch und Englisch. Wo mehr Sprachen nötig sind, entstehen die Versionen als Teil der Produktion und nicht als nachgelagerter Übersetzungsauftrag - sonst laufen die Stände auseinander. In einem laufenden Awareness-Mandat betreiben wir eine Sicherheitsplattform derzeit in sieben Sprachen. Welche Sprachen Sie brauchen und wer fachlich freigibt, klären wir zu Beginn.

Arbeiten Sie auch mit stark regulierten Branchen?

Ja. Unsere Awareness-Arbeit stammt in weiten Teilen aus dem Finanzsektor, und in Wissensmanagement-Projekten arbeiten wir regelmäßig in KRITIS- und Energieumgebungen mit Audit- und Freigabeanforderungen. Für Banken und Finanzdienstleister haben wir einen eigenen Einstieg mit dem Zuschnitt auf DORA und die Kundenkommunikation; auf dieser Seite geht es um den branchenneutralen Fall.

Wann hat Ihr Team zuletzt etwas Neues über Angriffe gelernt?

06102 / 7488091 web@jl.digital