Confluence Cloud vs. Data Center: Unterschiede, Vorteile und neue Funktionen für den Nutzer

Atlassian hat angekündigt, seinen gesamten Stack künftig auf die Cloud auszurichten – Server ist bereits Geschichte, Data Center läuft auf ein klares Enddatum für den Support zu. Für viele Unternehmen klingt das nach einem reinen Infrastruktur-Thema: „Das betrifft doch nur die IT, oder?“

Für Confluence-Nutzer ist es in Wahrheit ein spürbarer Wandel im Arbeitsalltag: von einem statischen Wiki im Rechenzentrum zu einer vernetzten Wissensplattform mit globaler Suche, KI-Unterstützung, Whiteboards und Echtzeit-Kollaboration.

Dieser Beitrag zeigt konkret aus Nutzersicht, was sich zwischen Confluence Data Center und Confluence Cloud ändert – und was ganz bewusst gleich bleibt, insbesondere für regulierte Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen.

Was Sie erwartet:

Warum reden gerade alle über Atlassian Cloud ?

Februar2024

15. Februar 2024 – Das Ende der Server-Ära

Seit dem 15. Februar 2024 werden alle klassischen Server-Produkte von Atlassian – darunter auch Confluence Server – nicht mehr unterstützt.. Es gibt keine Sicherheits-Updates, Bugfixes und keinen offiziellen Support mehr.

Wer heute noch auf Confluence Server arbeitet, setzt damit auf ein System, das mit der Zeit unsicherer und schwerer auditierbar wird – in vielen Konzernen ist das langfristig nicht mehr tragbar.

März 2026-2028 !

30. März 2026 – 30. März 2028 – Data Center wird zur Einbahnstraße

Für Confluence Data Center läuft eine Auslaufphase:

  • Ab 30. März 2026: Keine neuen Data-Center-Subskriptionen und keine neuen Data-Center-Apps mehr.

  • Bis 30. März 2028: Bestandskunden können ihre Lizenzen noch einmal verlängern – danach nicht mehr.

Aus Sicht der Unternehmen heißt das:
Confluence Data Center wird eingefroren, während neue Funktionen, Integrationen und KI-Features fast ausschließlich in der Cloud entstehen.

März 2029 !

28. März 2029 – Data Center wird read-only

Am 28. März 2029 folgt der harte Cut: Confluence Data Center (und die zugehörigen Marketplace-Apps) werden read-only. Es können keine neuen Seiten oder Inhalte mehr erstellt oder bearbeitet werden, nur noch Lesezugriff.

Spätestens dann gilt:
Ohne Cloud-Migration gibt es kein produktives Confluence mehr – nur noch ein Archiv.

JL.Digital GmbH.

Bereit für die Migration in die Atlassian Cloud ?

Wenn ihr gerade vor der Entscheidung steht, Jira und Confluence in die Cloud zu bringen, müsst ihr das nicht alleine tun.

Gemeinsam schauen wir uns eure aktuelle Umgebung, Anforderungen eures Unternehmens und Compliance-Vorgaben an und übersetzen das in einen klaren Migrationspfad.

Mit einem kompakten Cloud-Quickcheck bekommt ihr eine ehrliche Einschätzung, Risiken und Quick-Wins – und wisst genau, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Was bleibt für Confluence-Nutzer gleich?

Bevor wir in die Unterschiede einsteigen, die gute Nachricht:
Confluence Cloud ist kein komplett neues Tool, sondern ein weiterentwickeltes Confluence mit vertrauter Grundlogik.

In Confluence Cloud bleibt u. a.:

  • Die Struktur aus Bereichen (Spaces), Seiten und Unterseiten bleibt erhalten.

  • Berechtigungen steuert ihr weiterhin über Gruppen sowie Rechte auf Bereichs- und Seitenebene.

  • Eure Inhalte bleiben Confluence-typisch organisiert: Wissen, Richtlinien, Projektdokumentation, Prozess- und Risikoinhalte lassen sich wie bisher strukturiert ablegen.

  • Ihr könnt weiterhin kommentieren, @-mentionen, verlinken und Dateien anhängen.

Kurz:
Ihr werdet euer Confluence in der Cloud sofort wiedererkennen – mit deutlich mehr Möglichkeiten im Hintergrund.

Was ändert sich im Confluence-Alltag wirklich?

Die eigentlichen Unterschiede zeigen sich im Arbeitsalltag: Confluence Cloud fühlt sich in vielen Situationen wie „das gleiche Confluence“ an, nimmt aber mehr Handgriffe ab und erleichtert die Zusammenarbeit spürbar. Dazu tragen eine modernere Oberfläche, eine bessere Suche, bessere Kollaborationsmöglichkeiten und neue KI-Funktionen bei. Gleichzeitig gibt es auch Veränderungen – vor allem beim Editor und bei Layouts.

Vereinheitlichte Oberfläche: Atlassian Home, „Deine Arbeit“ & Smart Links

In Data Center wird Confluence häufig über eine eigene URL und eigene Dashboards genutzt – Jira und andere Tools laufen daneben.

In der Cloud sitzt Confluence in einer gemeinsamen Plattform:

  • Atlassian Home / „Deine Arbeit“ / „Für dich“ fassen Aufgaben, Erwähnungen und zuletzt bearbeitete Seiten produktübergreifend zusammen. Confluence-Seiten stehen dort neben Jira-Issues in einem gemeinsamen Feed.

  • Eine globale Suchleiste und „Recent Work“ ersparen das Rätselraten: „In welchem Space lag noch mal diese Richtlinie?“

 

Smart Links:

  • Verlinkst du in einer Confluence-Seite einen Jira-Issue, eine andere Confluence-Seite oder z. B. eine Google-Drive-Datei, wird der Link automatisch zur Karte mit Metadaten und Vorschau.

  • Viele Aktionen funktionieren direkt in dieser Karte – z. B. den Status eines Tickets sehen oder Details ausklappen, ohne die Seite zu verlassen.

Atlassian Home Übersicht

Für Nutzer bedeutet das:

  • Weniger Kontextwechsel zwischen Tools, mehr Informationen auf einen Blick.

  • Gleichzeitig sind die Startseiten weniger frei konfigurierbar als klassische, selbst gebaute Dashboards in Data Center – man gibt etwas Layout-Freiheit zugunsten einer einheitlichen User Experience ab.

Identität & Login: Atlassian Account statt reinem AD-User

Data Center: Login über euer eigenes Verzeichnis

In Confluence Data Center hängen eure Logins meistens an eurem Unternehmens-Verzeichnis:

  • Active Directory oder LDAP, oft zentral über Crowd angebunden.

  • Ihr meldet euch mit euren gewohnten Firmen-Zugangsdaten an.

  • Benutzer, Gruppen und Berechtigungen liegen komplett in eurer Hand.

Kurz gesagt: Identität und Rechte werden im eigenen Haus verwaltet.


Cloud: Atlassian Account als gemeinsame Identität

In der Cloud kommt eine zusätzliche Schicht dazu: der Atlassian Account.

  • Jede Person hat einen Account für alle Atlassian-Cloud-Produkte (Jira, Confluence, Trello usw.).

  • Dieser Account kann mit eurem Identity Provider (z. B. Azure AD, Okta) verbunden werden.

  • Der Login läuft dann meist über Single Sign-On (SSO) und MFA, also weiterhin mit eurem Firmen-Login.

  • Es gibt Managed Accounts (von eurer Organisation verwaltet) und unmanaged Accounts (z. B. privat angelegte Konten).

  • Profilangaben wie Name, Foto oder Zeitzone sind übergreifend in allen Atlassian-Cloud-Produkten sichtbar.

Wenn ihr früher schon Trello oder andere Atlassian-Tools mit Firmen-Mail privat genutzt habt, kann es nötig sein, dass diese Konten einmalig von eurer Organisation „geclaimt“ werden.

Atlassian Account Identität

Für Nutzer bedeutet das:

  • Ihr habt einen Login für alle Atlassian-Cloud-Tools.

  • Ihr müsst euch keine verschiedenen Passwörter für Jira, Confluence & Co. merken.

  • Euer Profil ist überall gleich – das erleichtert Zusammenarbeit und Erwähnungen.

Für euch fühlt es sich weiterhin wie ein normaler Unternehmens-Login an. Der Unterschied passiert im Hintergrund: Atlassian Account + IdP + Guard/Access arbeiten zusammen

Relevanz für regulierte Unternehmen

  • Identity Lifecycle (Onboarding, Rollenwechsel, Offboarding) lässt sich zentral steuern.
  • Zugriffe, Änderungen und Logins sind besser nachvollziehbar.

  • Atlassian Cloud bringt geprüfte Sicherheits- und Compliance-Standards mit (z. B. ISO 27001, SOC 2).

Damit verschiebt sich ein Teil der technischen Verantwortung zu Atlassian – ihr behaltet aber über euer Verzeichnis und eure Policies weiterhin die Hoheit darüber, wer worauf zugreifen darf.

Einer der größten Unterschiede: der Editor

Data Center: klassischer Editor

In Confluence Data Center arbeitet ihr mit dem klassischen TinyMCE-Editor:

  • In Confluence Data Center arbeitet ihr mit dem klassischen Editor. Inhalte formatiert ihr wie gewohnt und ergänzt sie über Makros (z. B. Section/Column, Panels, Expands).

  • So baut ihr nicht nur einfache Seiten, sondern auch umfangreiche Übersichten und Dashboards mit verschachtelten Layouts. Je mehr Makros und Layout-Bausteine ihr kombiniert, desto höher wird allerdings die Komplexität der Seite

Kurz: Hohe Gestaltungsfreiheit – mit dem Risiko, dass Seiten schwerer zu pflegen werden.

 


Cloud: neuer Editor („Fabric“) mit Layouts

In Confluence Cloud nutzt ihr den neuen Editor (oft „Fabric-Editor“ genannt). 

  • Inhalte wie Tabellen, Info-Boxen, Makros oder Layouts fügt ihr über den Slash-Befehl / oder das Kontextmenü ein.
  • Layout: Für Spalten nutzt ihr Layouts mit vordefinierten Varianten. Spalten-Varianten gibt es auch in Data Center – in der Cloud steuert ihr sie aber als Layout-Element im Editor, inklusive „zentriert“, „wide“ oder „full width“.
  • Tabellen sind in der Cloud standardmäßig responsiv: Spaltenbreiten passt ihr per Drag & Drop an. Bei Bedarf könnt ihr fixe Spaltenbreiten aktivieren, aber keine exakten Pixelwerte für das gesamte Tabellengitter vergeben.
  • Makros: Viele ältere Makros sind im neuen Editor nicht mehr direkt verfügbar. Komplex verschachtelte Makro-Konstrukte werden nur noch eingeschränkt unterstützt und ggf. als „Legacy Content“ gekapselt.
Atlassian Cloud confluence neuer editor

Für Nutzer bedeutet das:

  • Data Center bietet maximale Layout-Freiheit, aber auch mehr Komplexität und Migrationsaufwand.

  • Cloud begrenzt den Layout-Spielraum bewusst, liefert dafür einen moderneren, konsistenteren Editor, der auf gängige Use Cases optimiert ist (lesen, schreiben, kommentieren, leicht strukturieren – statt Pixel-Feintuning).

Für viele Teams ist das langfristig wartbarer, erfordert aber am Anfang Umdenken – vor allem für Bereiche, die Confluence stark als „Webdesign-Baukasten“ genutzt haben

Echtzeit-Kollaboration & Inline-Kommentare

Hier spielt die Cloud ihre Stärken aus.

  • Confluence unterstützt paralleles Arbeiten im Editor: Mehrere Personen können gleichzeitig an einer Seite schreiben und Änderungen direkt miteinander abstimmen. Dabei seht ihr in Echtzeit, wer gerade wo tippt – ähnlich wie in Google Docs.

  • Inline-Kommentare im Editiermodus ermöglichen Feedback direkt während der Erstellung (z. B. „hier bitte Zahl prüfen“, „Formulierung zu scharf?“), nicht erst nach Veröffentlichung.

Wichtig zu wissen:

  • Kommentare, die im Entwurf entstehen, werden erst nach dem Veröffentlichen der Seite für alle sichtbar – das ist für Erwartungsmanagement im Team relevant.

Für regulierte Unternehmen interessant:

  • Review-Schleifen, z.B. bei Richtlinien, Prozess -beschreibungen oder Audit-Unterlagen.

  • Umsetzung von Vier-Augen-Prinzip & Freigaben – weil Diskussionen direkt an der richtigen Stelle stattfinden und nachvollziehbar bleiben.

Atlassian Cloud Kollabration, Live-dokument Confluence mit Inline-Kommentaren

Whiteboards & visuelle Zusammenarbeit

Confluence Cloud bringt Whiteboards direkt im Produkt mit:

  • Ihr könnt virtuelle Boards mit Post-its, Pfeilen, Swimlanes und einfachen Shapes erstellen.

  • User Journeys, Prozessketten oder Ideen-Cluster lassen sich visuell festhalten.

  • Jira-Issues können direkt aufs Whiteboard gezogen und wieder zurück in strukturierte Vorgänge überführt werden.

In Data Center brauchte man dafür in der Regel zusätzliche Apps (z. B. draw.io, Gliffy, Miro-Integration). In der Cloud ist das „out of the box“ enthalten.

Für Nutzer bedeutet das:

  • Workshops, Retros, Prozess-Sessions können komplett in Atlassian stattfinden – vom Miro-ähnlichen Whiteboard bis hin zur Dokumentation auf Confluence-Seiten.

  • Ergebnisse bleiben dort, wo auch die zugehörigen Confluence-Seiten und Jira-Issues leben – nicht in einem separaten Tool.

Atlassian Cloud Kollabration, Whiteboard

Plattformweite Automation

In Data Center war Automatisierung oft ein Spezialthema: eigene Skripte, zusätzliche Apps, viel IT-Aufwand. In der Cloud ist Automation Teil der Plattform – nutzbar, wenn der Fachbereich im Space die passenden Admin-Rechte hat (oder über zentrale Confluence-Admins).

 

Automation direkt in Confluence

In Confluence Cloud könnt ihr ohne Code Regeln definieren, z. B.:

  • „Wenn eine Seite X Tage lang nicht geändert wurde, erinnere die:n Owner:in per Kommentar oder E-Mail.“

  • „Wenn eine neue Seite im Bereich ‚Richtlinien‘ erstellt wird, füge automatisch Labels hinzu und verlinke sie in einer Übersichtsseite.“

  • „Wenn ein bestimmtes Feld in einer Confluence Datenbank den Status ‚abgelaufen‘ erreicht, verschiebe den Eintrag in eine andere Ansicht oder markiere ihn farblich.“

Damit könnt ihr:

  • Dokumentation aktuell halten, ohne manuell hinter allen Seiten her zu sein.

  • Standardaufgaben (Labels setzen, Vorlagen verwenden, Erinnerungen schicken) automatisieren.

  • euren Space „hygienisch“ halten (Archivierung, Aufräumregeln etc.).

Atlassian Cloud Automation

Cross-Product: Automation über Confluence hinaus

Spannend wird es, wenn ihr Confluence und Jira zusammendenkt:

  • „Wenn ein Jira-Issue in ‚Done‘ wechselt, aktualisiere automatisch den Status in der verknüpften Confluence-Datenbankzeile.“

  • „Wenn ein Epic erstellt wird, lege eine Projektseite in Confluence an – inklusive vordefinierter Sections und Links.“

  • „Wenn in Confluence eine neue Entscheidung dokumentiert wird, poste eine Zusammenfassung in den passenden Jira-Projekten oder einen Teams/Slack-Channel.“

Was ändert sich für euch konkret?

  • Ihr könnt als Projekt- oder Space-Owner selbst Regeln bauen, ohne Skriptkenntnisse und ohne auf „die IT“ warten zu müssen.

  • Wiederkehrende, nervige Tätigkeiten (erinnern, taggen, verschieben, verlinken) könnt ihr systematisch wegautomatisieren.

  • Prozesse werden einheitlicher, weil alle nach denselben automatisierten Spielregeln arbeiten – wichtig für Governance, Audit und Qualitätssicherung.

Besonders in regulierten Unternehmen ist das spannend: Ihr könnt Regeln definieren, die sicherstellen, dass z. B. Richtlinien regelmäßig überprüft, Dokumente nach bestimmten Fristen markiert und Freigaben sauber dokumentiert werden – ohne dass einzelne Personen daran denken müsse

Suche & Wissensfinden in Confluence Cloud

In Confluence Data Center ist die Suche auf Instanz-Ebene begrenzt: Man durchsucht eine Confluence-Installation (ggf. pro Cluster), Jira separat. Wer zusätzlich in Jira oder anderen Tools suchen will, muss dort extra eine Abfrage starten – das hält Wissenssilos am Leben.

In der Cloud sieht das anders aus:

  • Die Suche ist global über Confluence, Jira und weitere Atlassian-Apps hinweg.

  • Der Teamwork Graph verknüpft Inhalte und Beziehungen (wer arbeitet mit wem woran, welche Seiten ergänzen welche Tickets, etc.).

  • Mit Rovo Search (Atlassian Intelligence) könnt ihr in natürlicher Sprache fragen – z. B.
    „Welche Vorgaben gelten für Kundendaten in Deutschland?“
    und bekommt eine aggregierte Antwort aus Richtlinienseiten, FAQs und ggf. verknüpften Issues.

 

Praktisch heißt das für Nutzer:

  • Ein Suchfeld reicht, um z. B. gleichzeitig Richtlinienseiten, Projekt-Dokus und Jira-Tickets zum gleichen Thema zu finden.

  • Ihr müsst weniger rätseln, wo etwas abgelegt wurde – wichtig ist nur noch, wonach ihr sucht.

  • Informationen aus verschiedenen Bereichen (z. B. Fachbereich, IT, Compliance) werden besser sichtbar, weil sie über den Teamwork Graph miteinander verknüpft sind.

Atlassian Cloud intelligente Suche atlassian Intelligence search
Atlassian Cloud intelligente Suche atlassian Intelligence search

Für Nutzer in regulierten Organisationen ist der Mehrwert klar:

  • Weniger „Ich finde meine Inhalte nicht“-Momente.

  • Schnellere Einarbeitung und Wissenszugriff – auch für neue Kolleg:innen, die die Space-Struktur noch nicht auswendig kennen.

  • Bessere Grundlage für Audits, weil relevante Inhalte über eine zentrale Suche auffindbar sind, statt in einzelnen Spaces zu verschwinden.

KI-Unterstützung mit Rovo & Atlassian Intelligence

Auf die globale Suche setzt in der Cloud Atlassian Intelligence / Rovo noch eine Schicht oben drauf – als persönlicher Wissens- und Schreibassistent.

Mit Rovo Search könnt ihr in natürlicher Sprache fragen, z. B.:

„Welche Vorgaben gelten für Kundendaten in Deutschland?“

und bekommt eine aggregierte Antwort aus Richtlinienseiten, FAQs und ggf. verknüpften Jira-Issues – inklusive Verlinkung zu den Originalquellen.

Generative Funktionen direkt im Editor:

  • Längere Confluence-Seiten oder Kommentar-Threads automatisch zusammenfassen („TL;DR“).

  • Den Tonfall anpassen (formeller, neutraler, einfacher).

  • Grammatik und Schreibstil verbessern, ohne den Inhalt zu verändern.

  • Aus Stichpunkten oder bestehenden Inhalten Textentwürfe generieren, z. B.:

    „Schreibe mir ein kurzes Intro zu unserem Passwort-Standard auf Basis dieser Bullet Points.“

Atlassian Cloud intelligente Suche atlassian Intelligence search
Atlassian Cloud Rovo Chat

Wichtig!

Rovo respektiert bestehende Berechtigungen – es zeigt und verarbeitet nur Inhalte, auf die ihr ohnehin Zugriff habt.

Für Nutzer in regulierten Organisationen bedeutet das:

  • Schneller von „Roh-Notizen“ zu sauberer, revisionsfähiger Dokumentation.

  • Weniger manueller Aufwand für Zusammenfassungen, Statusberichte oder Audit-Vorbereitungen (z. B. „Fass mir bitte alle Änderungen an Richtlinie X seit letztem Jahr zusammen“).

  • Mehr Fokus auf Inhalte & Entscheidungen – weniger Zeit mit Formatieren, Umschreiben und Suchen.

Mobile Experience & Zugänglichkeit

In Confluence Data Center hängt der mobile Zugriff oft an eurer Netzwerk-Architektur: Viele Unternehmen betreiben ihre Instanz nur im internen Netz. Die Confluence-Data-Center-/Server-App kann zwar Seiten anzeigen, bearbeiten und kommentieren, braucht dann aber in der Regel WLAN im Unternehmensnetz oder eine VPN-Verbindung.

In der Cloud fällt diese Hürde weg:
Die Confluence Cloud App verbindet sich direkt mit eurer Atlassian-Cloud-Instanz über das Internet. Ihr meldet euch mit eurem Atlassian Account an – und je nach Konfiguration eurer Organisation greift dabei Single Sign-On (SSO) und Multi-Faktor-Authentifizierung über Atlassian Access/Guard und euren Identity Provider.

Atlassian Cloud Mobile app ohne VPN

Was heißt das im Alltag?

  • Mentions beantworten, Kommentare schreiben, Seiten freigeben oder schnell eine Notiz ergänzen – das geht unterwegs, ohne zuerst ein VPN zu starten.

  • Die App zeigt euch Benachrichtigungen zu @Mentions, Kommentaren, Likes und Aufgaben, dazu eure zuletzt bearbeiteten Seiten – ihr steigt genau dort wieder ein, wo ihr am Desktop aufgehört habt.

  • Neue Features wie eine verbesserte Home-Ansicht, mobile Drafts oder Rovo-AI-Hilfen kommen über App-Updates laufend dazu, ohne dass eure IT etwas ausrollen muss.

Für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen bleibt die Kontrolle auf eurer Seite:

  • MDM & Conditional Access: Ihr könnt die Confluence-Cloud-App über Mobile-Device-Management (z. B. Intune) ausrollen, Richtlinien für Gerätesicherheit definieren und in Kombination mit Conditional Access nur „sauberen“ Geräten Zugriff erlauben.

  • Zero-Trust-Ansatz: Mit Atlassian Guard und eurem IdP setzt ihr Richtlinien für SSO, MFA, Sitzungs-Timeouts und API-Tokens zentral durch – unabhängig davon, ob der Zugriff vom Laptop oder vom Smartphone kommt.

Kurz gesagt:
Data Center kann mobil, aber oft nur mit Netz-/VPN-Tricks. In der Cloud fühlt sich Confluence auf dem Handy wie eine natürliche Verlängerung eures Arbeitsplatzes an – sicher angebunden, aber ohne die Reibung klassischer On-Prem-Zugriffe.

Atlassian Analytics & Data Lake: Mehr Überblick statt Excel-Chaos

Mit Atlassian Analytics und dem Atlassian Data Lake (in der Regel Teil der Cloud-Enterprise-Pläne) könnt ihr Daten aus mehreren Atlassian-Produkten gemeinsam auswerten.

Was ihr damit machen könnt:

  • Daten kombinieren
    Jira Software, Jira Service Management und Confluence in einem Dashboard zusammenführen – z. B. Tickets, Incidents und Wissensartikel in einer Sicht auswerten.

  • Flow- und Service-Kennzahlen sehen
    Cycle Time, Durchsatz, SLA-Erfüllung und Wissensnutzung miteinander verknüpfen, statt alles in separaten Reports zu pflegen.

  • Externe Daten andocken
    Über Connectoren (z. B. Snowflake, BigQuery) könnt ihr Atlassian-Daten mit HR-, Risiko- oder Finanzdaten verbinden und im bestehenden BI-Stack weiteranalysieren.

Wichtig:
Zugriff auf den Data Lake wird separat berechtigt – ihr entscheidet, welche Projekte/Spaces in Analytics sichtbar sind und wer welche Dashboards sehen darf.

Atlassian Cloud Statistiken

Goals (Atlas): Von Tickets zu Zielen

Mit Goals (Atlas) könnt ihr Arbeit an konkrete Ziele knüpfen:

  • Ziele mit Jira-Epics und Confluence-Seiten verlinken

  • Fortschritt zu diesen Zielen in Atlassian Home oder eigenen Übersichten sichtbar machen

  • Nicht nur erledigte Tickets sehen, sondern auch, wie sie auf Outcomes einzahlen

Warum das für regulierte Unternehmen hilfreich ist

Für Banken, Versicherer oder andere regulierte Bereiche heißt das:

  • Weniger manuelle Excel-Reports, mehr zentrale, nachvollziehbare Dashboards

  • Besser erklärbar, wie Projekte, Incidents und Änderungen zu Zielen, Risiken und regulatorischen Anforderungen beitragen

Kurz: Ihr bekommt eine fundierte Datengrundlage, um Steuerungs- und Risikoberichte aufzubauen – direkt auf Basis eurer realen Jira- und Confluence-Nutzung.

Apps & Integrationen

Apps und Integrationen entscheiden oft darüber, wie gut Jira und Confluence wirklich zum eigenen Alltag passen.

Cloud:

  • Sehr große Auswahl an Cloud-Apps, viele Neuheiten sind Cloud-first oder Cloud-only

  • Installation mit wenigen Klicks, Updates laufen automatisch

  • Viele Integrationen zu Slack, Microsoft Teams, Trello, CRM- oder Filesharing-Tools sind schon „out of the box“ verfügbar

  • Kein Stress mit Plugin-Kompatibilität bei Produktupdates

Data Center:

  • Hohe Anpassbarkeit – aber: Apps müssen installiert, geupdatet und getestet werden

  • Kompatibilität nach jedem Jira/Confluence-Upgrade prüfen

  • Weniger neue Apps, Fokus der Hersteller verschiebt sich Richtung Cloud

  • Integrationen zu Drittsystemen oft nur über Middleware oder Eigenlösungen

Atlassian Cloud Apps und Integrationen

Für Nutzer bedeutet das:

In der Cloud kommt ihr schneller an neue Funktionen: Reporting, Automatisierung, Branchenlösungen – meist gibt es eine App dafür, ohne dass gleich ein Infrastrukturprojekt daraus wird. Wer bisher extrem individuelle Plugins in Data Center genutzt hat, muss ggf. umdenken – bekommt dafür aber eine breitere, moderne App-Landschaft mit deutlich weniger Betriebsaufwand.

Performance & Verfügbarkeit

Data Center: Performance bleibt eure Baustelle

Bei Jira/Confluence Data Center liegt die Verantwortung für Performance weiterhin bei euch:

  • Die Geschwindigkeit hängt von eurer Infrastruktur ab – also von Servern, Datenbanken, Storage, Netzwerk, Dritt-Apps und deren Konfiguration.

  • Eure IT muss bei Bedarf skalieren und optimieren: mehr Hardware, Cluster-Knoten, ggf. ein CDN für entfernte Standorte.

  • Updates erfordern in vielen Unternehmen weiterhin geplante Wartungsfenster – auch wenn Atlassian für Jira und Confluence Data Center inzwischen Zero-Downtime- / Rolling-Upgrades anbietet, die aber vorbereitet und betrieben werden wollen.

Atlassian Cloud Performance und Verfügbarkeit

Cloud: Atlassian übernimmt den Großteil

In der Atlassian Cloud kümmert sich Atlassian um Infrastruktur, Skalierung und viele Performance-Themen im Hintergrund:

  • Die Umgebung skaliert automatisch, wenn mehr Nutzer gleichzeitig arbeiten oder die Last steigt.

  • Updates werden kontinuierlich und meist ohne spürbare Downtime ausgerollt – ihr müsst keine eigenen Wartungsfenster planen.

  • Für Cloud Premium/Enterprise gibt es SLA-Zusagen von 99,9 % bzw. 99,95 % Verfügbarkeit.

  • Durch die global ausgelegte Cloud-Infrastruktur fühlt sich der Zugriff in der Regel auch aus dem Homeoffice oder von anderen Standorten schnell und stabil an.

Ganz ausschalten lässt sich Performance nie: eure eigene Internetanbindung, VPN-Regeln oder „schwere“ Apps spielen weiterhin eine Rolle. Aber: Ein großer Teil der Tuning-Arbeit wandert vom eigenen Rechenzentrum zu Atlassian.

Für Nutzer bedeutet das:

  • In der Cloud sind „Jira/Confluence ist heute langsam“-Momente deutlich seltener – ihr arbeitet meist einfach drauf los, egal ob im Büro, unterwegs oder remote.

  • In Data Center kann die Performance genauso gut sein – aber nur, wenn eure Organisation dauerhaft in Hardware, Tuning und saubere Betriebsprozesse investiert.

Fazit

Vom statischen Wiki zur lebendigen Wissensplattform

Aus Nutzersicht ist der Schritt von Data Center zur Cloud kein reiner Hosting-Wechsel, sondern ein Wechsel des Arbeitsmodus: weg vom eher statischen Wiki mit viel Layout-Feintuning und „Makro-Know-how“, hin zu einer vernetzten Wissensplattform, in der Suche, Kollaboration und Integration mit Jira & Co. im Alltag deutlich stärker tragen. 

Ja, ihr gebt etwas ab – vor allem extreme Layout-Freiheit, verschachtelte Makro-Konstrukte und die Erwartung, dass sich das System jahrelang kaum verändert. Dafür gewinnt ihr Dinge, die im Alltag direkt spürbar sind: plattformweite Suche, Smart Links, gleichzeitiges Bearbeiten, Whiteboards, Automation und eine deutlich bessere mobile Nutzung – plus KI-Unterstützung fürs Finden, Zusammenfassen und Schreiben (immer innerhalb eurer Berechtigungen). 

Für Confluence-Verantwortliche in regulierten Unternehmen lautet die Kernfrage daher nicht mehr:

„Cloud oder nicht?“

Sondern:

„Wie gestalten wir den Weg in Confluence Cloud so, dass unsere Nutzer den Mehrwert spüren – und Governance, Security und Compliance gleichzeitig stärker werden?“

 

Die Antwort liegt selten in einem „Big Bang“, sondern in einer strukturierten Cloud-Migration mit Readiness-Check, Blueprint und Pilotbereichen – bei der nicht nur Seiten verschoben, sondern Arbeitsweisen modernisiert werden.

JL.Digital GmbH.

Bereit für die Migration in die Atlassian Cloud ?

Wenn ihr gerade vor der Entscheidung steht, Jira und Confluence in die Cloud zu bringen, müsst ihr das nicht alleine tun.

Gemeinsam schauen wir uns eure aktuelle Umgebung, Anforderungen aus Fachbereichen und Compliance-Vorgaben an und übersetzen das in einen klaren Migrationspfad.

Mit einem kompakten Cloud-Quickcheck bekommt ihr eine ehrliche Einschätzung, Risiken und Quick-Wins – und wisst genau, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

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